Carrie Fisher: WISHFULL DRINKING
Verfasst: Mi 8. Sep 2010, 08:46
...sehr interessant.
Weiß nicht, ob das allen bekannt ist.
( in englischer Sprache. Erschienen im Dezember 2008. Taschenbuch. Verlag: Simon & Schuster UK. ISBN-10: 1847397832)
Zitat:
"Ich bin wirklich das Ergebnis von Inzucht in Hollywood. Wenn sich zwei Prominente paaren, kommt jemand wie ich dabei heraus.
Ich wurde am 21. Oktober 1956 in Burbank, Kalifornien geboren. Mein Vater, Eddie Fisher, war ein berühmter Sänger. Meine Mutter, Debbie Reynolds, war ein Filmstar....
Ich war 13, als ich zum ersten Mal Drogen nahm. Meine Familie hatte ein Ferienhaus in Palm Springs, etwa zwei Stunden von Beverly Hills entfernt, wo ich großwurde. ...
George Lucas hat mein Leben ruiniert. Und ich meine das auf die nettest mögliche Art und Weise.
Selbst heute, viele Jahre danach, fragen mich die Leute immer noch, ob ich damals wußte, daß Krieg der Sterne ein so großer Erfolg werden würde. Ja, natürlich wußte ich es. Wir alle wußten es.
Der Einzige, der es nicht wußte, war der Regisseur, George Lucas. Wir behielten es für uns, weil wir wissen wollten, wie er mit einem anderen Gesichtsausdruck aussehen würde.
Denn in jenen Tagen lief er nicht nur mit praktisch ausdrucklosem Gesicht herum, sondern sprach auch fast gar nicht. Seine einzigen Regieanweisungen im ersten Film lauteten "schneller" und "intensiver".
Kurz nach meiner Ankunft, verordnete er mir diese unglaublich idiotische Frisur. Mit seiner leisen Stimme fragte er: "Nun, was denkst Du?"
Ich hatte schreckliche Angst, rausgeschmissen zu werden, weil ich zu dick war, also antwortete ich nur: "Das ist toll." Ja. Sicher doch.
Als ich diesen Job bekam, der allen Jobs ein Ende bereiten sollte und von dem ich nie geglaubt hatte, daß ich ihn überhaupt bekommen würde, weil sich all diese anderen wunderschönen Mädchen darum beworben hatten - Amy Irving, Jodie Foster, Teri Nunn - , wurde mir gesagt, daß ich 10 Pfund abnehmen müsse.
Was lag da näher, als mir eine Frisur zu verpassen, die mein ohnehin schon breites Gesicht noch mehr verbreitert?
Erinnert sich jemand an dieses weiße Kleid, das ich den ganzen Film hindurch trug? Am ersten Drehtag kam George zu mir, sah sich das Kleid an und meinte: "Du kannst unter diesem Kleid keinen BH tragen."
"Okay, ich passe.", antwortete ich. "Wieso nicht?" Und er sagte: "Weil... es im Weltraum keine Unterwäsche gibt."
Er sagte das im Brustton der Überzeugung. Als wenn er im Weltraum gewesen wäre, sich umgesehen hätte und nirgendwo BHs oder Slips entdecken konnte.
Er erklärte es mir. "Wenn Du in den Weltraum fährst, wirst Du schwerelos. Dein Körper bläht sich auf, aber Dein BH nicht, also wirst Du von Deiner eigenen Unterwäsche erdrosselt."
Ich glaube, das wäre die Grundlage für einen phantastischen Nachruf. Meinen jüngeren Freunde erzähle ich immer, daß über meinen Tod, wie immer er sich auch ereignen mag, berichtet werden soll, ich sei bei Mondlicht ertrunken, erdrosselt von meinem eigenen BH.
Und was trug ich, so intergalaktisch, statt eines BHs? Schwarzes Klebeband.
Ich fand immer, es hätte einen Wettbewerb darum geben soll, welches Crewmitglied mir am Abend beim Auswickeln hilft.
George ist ein Sadist. Aber obwohl ich einen metallenen Bikini tragen, mich an eine riesige Schnecke (Jabba der Hutte) ketten und häufig beinahe sterben mußte, kam ich immer wieder zurück.
Wieso, mag man sich da fragen. Nun, George ist ein Visionär, richtig? Der Mann hat Zuschauer auf der ganzen Welt begeistert und Mark Hamill und Harrison Ford und mir selbst genug Fanpost - und sogar eine kleine Gruppe Stalker - verschafft, um uns für den Rest unseres Lebens zu beschäftigen.
Außerdem sollte man nicht vergessen, daß George mich in eine kleine Puppe verwandelt hat. Eine Puppe, in die ein Ex von mir kleine Nadeln stechen konnte, wenn er sich über mich geärgert hat (ich habe die Puppe in einer Schublade gefunden).
Außerdem hat er mich in eine Flasche für Haarwaschmittel verwandelt, deren Kopf man abnehmen konnte, um Flüssigkeit aus meinem Hals zu gießen. Carrie Fisher für Dr. Freud, bitte!
Und dann gab es diese Seife mit der Werbung: "Seif Dich mit Leia ein, und Du wirst Dich wie eine Prinzessin fühlen."
Die netten Leute bei Burger-King haben mich zur Uhr gemacht. Und ich bin ein kleines, stämmiges Lego-Ding. Und jetzt gibt es sogar eine Briefmarke, was total cool ist.
Zu Georges zahlreichen Besitztümern, gehört auch mein Gesicht, und jedesmal wenn ich in den Spiegel sehe, muß ich ihm ein paar Dollar rüberschicken. Das ist einer der Gründe, wieso er so reich ist. "
http://www.youtube.com/watch?v=lZ97s396kb0&feature=fvw
Weiß nicht, ob das allen bekannt ist.
( in englischer Sprache. Erschienen im Dezember 2008. Taschenbuch. Verlag: Simon & Schuster UK. ISBN-10: 1847397832)
Zitat:
"Ich bin wirklich das Ergebnis von Inzucht in Hollywood. Wenn sich zwei Prominente paaren, kommt jemand wie ich dabei heraus.
Ich wurde am 21. Oktober 1956 in Burbank, Kalifornien geboren. Mein Vater, Eddie Fisher, war ein berühmter Sänger. Meine Mutter, Debbie Reynolds, war ein Filmstar....
Ich war 13, als ich zum ersten Mal Drogen nahm. Meine Familie hatte ein Ferienhaus in Palm Springs, etwa zwei Stunden von Beverly Hills entfernt, wo ich großwurde. ...
George Lucas hat mein Leben ruiniert. Und ich meine das auf die nettest mögliche Art und Weise.
Selbst heute, viele Jahre danach, fragen mich die Leute immer noch, ob ich damals wußte, daß Krieg der Sterne ein so großer Erfolg werden würde. Ja, natürlich wußte ich es. Wir alle wußten es.
Der Einzige, der es nicht wußte, war der Regisseur, George Lucas. Wir behielten es für uns, weil wir wissen wollten, wie er mit einem anderen Gesichtsausdruck aussehen würde.
Denn in jenen Tagen lief er nicht nur mit praktisch ausdrucklosem Gesicht herum, sondern sprach auch fast gar nicht. Seine einzigen Regieanweisungen im ersten Film lauteten "schneller" und "intensiver".
Kurz nach meiner Ankunft, verordnete er mir diese unglaublich idiotische Frisur. Mit seiner leisen Stimme fragte er: "Nun, was denkst Du?"
Ich hatte schreckliche Angst, rausgeschmissen zu werden, weil ich zu dick war, also antwortete ich nur: "Das ist toll." Ja. Sicher doch.
Als ich diesen Job bekam, der allen Jobs ein Ende bereiten sollte und von dem ich nie geglaubt hatte, daß ich ihn überhaupt bekommen würde, weil sich all diese anderen wunderschönen Mädchen darum beworben hatten - Amy Irving, Jodie Foster, Teri Nunn - , wurde mir gesagt, daß ich 10 Pfund abnehmen müsse.
Was lag da näher, als mir eine Frisur zu verpassen, die mein ohnehin schon breites Gesicht noch mehr verbreitert?
Erinnert sich jemand an dieses weiße Kleid, das ich den ganzen Film hindurch trug? Am ersten Drehtag kam George zu mir, sah sich das Kleid an und meinte: "Du kannst unter diesem Kleid keinen BH tragen."
"Okay, ich passe.", antwortete ich. "Wieso nicht?" Und er sagte: "Weil... es im Weltraum keine Unterwäsche gibt."
Er sagte das im Brustton der Überzeugung. Als wenn er im Weltraum gewesen wäre, sich umgesehen hätte und nirgendwo BHs oder Slips entdecken konnte.
Er erklärte es mir. "Wenn Du in den Weltraum fährst, wirst Du schwerelos. Dein Körper bläht sich auf, aber Dein BH nicht, also wirst Du von Deiner eigenen Unterwäsche erdrosselt."
Ich glaube, das wäre die Grundlage für einen phantastischen Nachruf. Meinen jüngeren Freunde erzähle ich immer, daß über meinen Tod, wie immer er sich auch ereignen mag, berichtet werden soll, ich sei bei Mondlicht ertrunken, erdrosselt von meinem eigenen BH.
Und was trug ich, so intergalaktisch, statt eines BHs? Schwarzes Klebeband.
Ich fand immer, es hätte einen Wettbewerb darum geben soll, welches Crewmitglied mir am Abend beim Auswickeln hilft.
George ist ein Sadist. Aber obwohl ich einen metallenen Bikini tragen, mich an eine riesige Schnecke (Jabba der Hutte) ketten und häufig beinahe sterben mußte, kam ich immer wieder zurück.
Wieso, mag man sich da fragen. Nun, George ist ein Visionär, richtig? Der Mann hat Zuschauer auf der ganzen Welt begeistert und Mark Hamill und Harrison Ford und mir selbst genug Fanpost - und sogar eine kleine Gruppe Stalker - verschafft, um uns für den Rest unseres Lebens zu beschäftigen.
Außerdem sollte man nicht vergessen, daß George mich in eine kleine Puppe verwandelt hat. Eine Puppe, in die ein Ex von mir kleine Nadeln stechen konnte, wenn er sich über mich geärgert hat (ich habe die Puppe in einer Schublade gefunden).
Außerdem hat er mich in eine Flasche für Haarwaschmittel verwandelt, deren Kopf man abnehmen konnte, um Flüssigkeit aus meinem Hals zu gießen. Carrie Fisher für Dr. Freud, bitte!
Und dann gab es diese Seife mit der Werbung: "Seif Dich mit Leia ein, und Du wirst Dich wie eine Prinzessin fühlen."
Die netten Leute bei Burger-King haben mich zur Uhr gemacht. Und ich bin ein kleines, stämmiges Lego-Ding. Und jetzt gibt es sogar eine Briefmarke, was total cool ist.
Zu Georges zahlreichen Besitztümern, gehört auch mein Gesicht, und jedesmal wenn ich in den Spiegel sehe, muß ich ihm ein paar Dollar rüberschicken. Das ist einer der Gründe, wieso er so reich ist. "
http://www.youtube.com/watch?v=lZ97s396kb0&feature=fvw