DVD-Review "The Force among us"
Verfasst: Do 23. Aug 2007, 22:02
Eigentlich eine Dokumentation, die nicht unbedingt hier ins Forum gehört, da aber der für Spielzeug-Sammler interessante Anteil größer ist als erwartet, hier eine kurze (und natürlich subjektive) Bewertung von mir:
"The force among us" ist eine von den Geschwistern Cristian und Cortney Macht (man beachte den Nachnamen, Cristian wurde außerdem am 25. Mai 1977 geboren -> Bestimmung!!!) in Eigenregie produzierte und finanzierte US-Dokumentation von Star Wars-Fans für Star Wars-Fans - und für die Leute, die über den ganzen Rummel nur den Kopf schütteln.
Die Begeisterung für Star Wars wird in so ziemlich allen Facetten gezeigt. Vorgestellt werden u.a. Spielzeug-Sammler, Kostüm-Fans, die Macher diverser Internet-Seiten (theforce.net, rebelscum.com, sandtroopers.com...), Mitglieder der 501st (und auch ein Ex-Mitglied, der Captain-Jack-Sparrow-Stormtrooper...), der ehemalige Chef vom offiziellen Fanclub, die Macher vom ForceCast, Reisegruppen, die Drehorte in Tunesien und Norwegen besuchten sowie "einfache" Fans, auf deren Leben die Star Wars-Filme Einfluss hatten und haben.
Eingerahmt ist das ganze in die Theorien von Soziologen und Theologen, die mit Statistiken und sogar Vergleichen mit dem christlichen Glauben das Phänomen Star Wars erklären möchten - und sich damit meiner Meinung nach als die grössten Freaks outen. Die Begeisterung für Star Wars kann man eben nicht in Zahlen fassen.
Der für dieses Forum interessante Teil sind die ersten 40 Minuten, in denen überwiegend Sammler, deren Beweggründe und "Schätze" gezeigt werden. Leider werden die Sammlungen nicht detailliert vorgestellt, es stehen halt mehr die Menschen im Vordergrund.
Die Namen habe ich nicht parat, es ist einer dabei, der mehr Masse als Klasse sammelt und deshalb NEBEN seinem Bett auf dem Boden schlafen muss, da sonst kein Platz mehr frei ist.
Der nächste zeigt ein paar Vintage-Schätze und hat den Rest nach eigenen Aussagen mit 1 Million US-Dollar versichert und in einer 200m2-Halle gelagert. Sein Kumpel hat einen echten Rocket Firing Boba Fett, den er ihm auch verkaufen würde. Dazu müsste er aber erst sein Haus zu Geld machen...
Ein weiterer hat sich auf Lego spezialisiert und baut sich Teile notfalls auch selbst (AT-AT und eine Endor-Bunker-Szene). Als er über eine andere Sammlung spricht, die deutlich größer ist als seine, bricht er sogar ergriffen in Tränen aus.
In den erweiterten Interviews werden die Beteiligten z.B. gefragt, welches Teil Ihrer Sammlung sie mit ins Grab nehmen würden - dabei kommt auch heraus, dass sich ein Mitglied der 501st in seiner Stormtrooper-Rüstung beerdigen ließ...
Mein Fazit: Für jeden, dem Star Wars etwas bedeutet, auf jeden Fall Pflicht, durch den Anteil an Sammler-Informationen ist für Spielzeug-Freunde mindestens die erste Hälfte wärmstens zu empfehlen. Man erkennt einiges bei sich selbst wieder und muß mehr als einmal herzlich lachen. Gerade weil es sich um eine Low-Budget-Produktion handelt, kommt die Dokumentation sehr ehrlich und mit einem gewissen Charme rüber.
Den Anspruch, Star Wars-Fans von Ihrem Geek-Image zu befreien, kann die Doku aber nicht erfüllen. So weiß man zwar jetzt, daß diese Fans auch Freunde und Familie haben (manche sind sogar verheiratet - mit Frauen!), wer aber vorher nichts mit Star Wars anfangen konnte, wird die Beteiligten auch nach den knapp 90min für mehr oder weniger skurril halten (vorsichtig ausgedrückt). Das Wichtigste aber ist: Die Fans werden nicht als Freaks oder Looser vorgeführt (wie es sonst üblich ist), sondern als echte Menschen dargestellt, die eines verbindet - Star Wars.
Es bleibt die positive Erkenntnis:
- Man ist nicht allein
- Es gibt immer jemanden, der noch bekloppter ist
Ich beziehe mich hier auf die "30-Year-Celebration-Edition", die zusätzliche Interviews und Szenen enthält sowie eine kleine Ampulle mit Sand vom Drehort in Tunesien! Die DVD ist NTSC/Region-Free, mehr Infos gibt es auf http://theforceamongus.com.
"The force among us" ist eine von den Geschwistern Cristian und Cortney Macht (man beachte den Nachnamen, Cristian wurde außerdem am 25. Mai 1977 geboren -> Bestimmung!!!) in Eigenregie produzierte und finanzierte US-Dokumentation von Star Wars-Fans für Star Wars-Fans - und für die Leute, die über den ganzen Rummel nur den Kopf schütteln.
Die Begeisterung für Star Wars wird in so ziemlich allen Facetten gezeigt. Vorgestellt werden u.a. Spielzeug-Sammler, Kostüm-Fans, die Macher diverser Internet-Seiten (theforce.net, rebelscum.com, sandtroopers.com...), Mitglieder der 501st (und auch ein Ex-Mitglied, der Captain-Jack-Sparrow-Stormtrooper...), der ehemalige Chef vom offiziellen Fanclub, die Macher vom ForceCast, Reisegruppen, die Drehorte in Tunesien und Norwegen besuchten sowie "einfache" Fans, auf deren Leben die Star Wars-Filme Einfluss hatten und haben.
Eingerahmt ist das ganze in die Theorien von Soziologen und Theologen, die mit Statistiken und sogar Vergleichen mit dem christlichen Glauben das Phänomen Star Wars erklären möchten - und sich damit meiner Meinung nach als die grössten Freaks outen. Die Begeisterung für Star Wars kann man eben nicht in Zahlen fassen.
Der für dieses Forum interessante Teil sind die ersten 40 Minuten, in denen überwiegend Sammler, deren Beweggründe und "Schätze" gezeigt werden. Leider werden die Sammlungen nicht detailliert vorgestellt, es stehen halt mehr die Menschen im Vordergrund.
Die Namen habe ich nicht parat, es ist einer dabei, der mehr Masse als Klasse sammelt und deshalb NEBEN seinem Bett auf dem Boden schlafen muss, da sonst kein Platz mehr frei ist.
Der nächste zeigt ein paar Vintage-Schätze und hat den Rest nach eigenen Aussagen mit 1 Million US-Dollar versichert und in einer 200m2-Halle gelagert. Sein Kumpel hat einen echten Rocket Firing Boba Fett, den er ihm auch verkaufen würde. Dazu müsste er aber erst sein Haus zu Geld machen...
Ein weiterer hat sich auf Lego spezialisiert und baut sich Teile notfalls auch selbst (AT-AT und eine Endor-Bunker-Szene). Als er über eine andere Sammlung spricht, die deutlich größer ist als seine, bricht er sogar ergriffen in Tränen aus.
In den erweiterten Interviews werden die Beteiligten z.B. gefragt, welches Teil Ihrer Sammlung sie mit ins Grab nehmen würden - dabei kommt auch heraus, dass sich ein Mitglied der 501st in seiner Stormtrooper-Rüstung beerdigen ließ...
Mein Fazit: Für jeden, dem Star Wars etwas bedeutet, auf jeden Fall Pflicht, durch den Anteil an Sammler-Informationen ist für Spielzeug-Freunde mindestens die erste Hälfte wärmstens zu empfehlen. Man erkennt einiges bei sich selbst wieder und muß mehr als einmal herzlich lachen. Gerade weil es sich um eine Low-Budget-Produktion handelt, kommt die Dokumentation sehr ehrlich und mit einem gewissen Charme rüber.
Den Anspruch, Star Wars-Fans von Ihrem Geek-Image zu befreien, kann die Doku aber nicht erfüllen. So weiß man zwar jetzt, daß diese Fans auch Freunde und Familie haben (manche sind sogar verheiratet - mit Frauen!), wer aber vorher nichts mit Star Wars anfangen konnte, wird die Beteiligten auch nach den knapp 90min für mehr oder weniger skurril halten (vorsichtig ausgedrückt). Das Wichtigste aber ist: Die Fans werden nicht als Freaks oder Looser vorgeführt (wie es sonst üblich ist), sondern als echte Menschen dargestellt, die eines verbindet - Star Wars.
Es bleibt die positive Erkenntnis:
- Man ist nicht allein
- Es gibt immer jemanden, der noch bekloppter ist
Ich beziehe mich hier auf die "30-Year-Celebration-Edition", die zusätzliche Interviews und Szenen enthält sowie eine kleine Ampulle mit Sand vom Drehort in Tunesien! Die DVD ist NTSC/Region-Free, mehr Infos gibt es auf http://theforceamongus.com.