Na ja, immer nur dieses "ich will alles schmuddelig, mit möglichst viel Dreck" wirkt auf mich etwas kindisch, so ein bißchen wie "ich will im Sandkasten spielen und im Schlamm wühlen, das war damals alles so schön dreckig !"
Nein, ich bin gegen diese Art von "Schmuddel" und "Dreck" weil : Wenn ich das haben will, dann brauche ich nur die Tageszeitung aufzuschlagen. Ich habe schlichtweg keine lust, den "dreck" und den "schmuddel", den ich doch im wirklichen Leben ständig um mich herum sehe, auch noch im Kino sehen zu müssen ...
Ich brauche das Kino als Weg, einmal von den *wirklichen* Problemen abzuschalten. Ich will einfach nicht daran erinnert werden, wie düster es doch in vielen Teilen unserer Welt ist.
Ich will auch kein kitschiges "heile Welt" kino - sondern einfach ganz normale, "saubere" Action. Okay, ich sehe mir fast nur noch Animationsfilme an, aber das ist für mich genugf "Eskapismus", um mich auch einmal vom "wirklichen Leben" erholen zu müssen.
Und ich denke auch nicht, daß ich hier die - auch nur theoretischen - Parallelen zwischen dem Burgerkrieg in Star Wars und den Bürgerkriegen in unserer Welt aufzuzählen brauche. Alles, was hier passiert, kann auch durchaus dort passieren, ohne, daß wir von den Filmemachern davon erfahren.
Deswegen fand ich Episode I auch so erfrischend : Sie zeigte mir, wie Jedi noch in einer so halbwegs "heilen" Welt agierten ... Und ernsthaft : Ein Raumschiff wie Königin Amidalas Schiff in Ep.I gäbe es im Galaktischen Bürgerkrieg gar nicht. Der Stil, das Design des Raumschiffs stellt einfach ein Design dar, das in seiner flüssigen, glasklaren Form in einer Welt, die von Krieg erschüttert wäre, schlichtweg nicht vorstellbar wäre. Ähnlich dem Jugendstil.