AlrikFassbauer hat geschrieben: ↑Sa 29. Jun 2019, 02:37
Da das hier der derzeit aktuelleste Diskussionsfaden zu den Fuilmen und zum Star wars Universum im Allgemeinen darstellt,
stelle ich mal meine Gedanken hier rein :
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Der totale Krieg der Sterne ist primär ein Fiolm über MACHT. Vielleicht war es das, was der Experimentalfilmer George Lucas letztendlich *ursprünglich* aussagen wollte.
Ich habe es mal gekürzt, weil man deine Aussage weiter oben komplett lesen kann und ich das ansonsten für Platzverschwendung/Speicherverschwendung halte alles nochmal aufzuführen.
Ich habe selten so etwas gelesen, dem ich so gar nichts abgewinnen kann, bzw. das für mich so fremdartig klingt. Ja, ich habe es gelesen und deine Denkweise auch verstanden. Aber bei mir kommt da wirklich in keiner Minute ähnlich Gedanken auf. -
Wie ich schon weiter oben geschrieben habe, sehe ich Star Wars und die Serien jetzt über 35 Jahre, und meine Meinungen darüber haben sich geändert bzw. meine Sichtweisen.
Erst einmal sehe ich Star Wars Filme oder Serien nicht als alleine für sich dastehend an. Für mich bilden sie immer ein Gesamtwerk bzw. ein Gesamtbild. Daneben muss ich auch sagen, dass diese Schöpfung ja Star Wars heißt und nicht etwa, die Geschichte einer Galaxis weit weit entfernt.
Daher kann es darin nach meiner Meinung auch nur im Konflikte gehen. Und natürlich sind die in unterschiedlichen Filmen und Serien auch unterschiedlich dargestellt. Am Anfang in Episode I geht es um einen Krieg zwischen einer Handelsallianz und einem Planeten, den der Planet gewinnt. In Teil 2 und 3 geht es um den Beginn und das Ende der Klonkriege, wo ja eigentlich das Gute, die Gemeinschaft der Welten gegen die Separatisten siegt. In Teil 4-6 geht es dann um die Rebellion gegen das Imperium. Hier wird meiner Meinung nach die Rebellion in den Kämpfen immer stärker bis sie am Ende siegt. Klar wird auch oft die Militärmacht des Imperiums dargestellt und öfter bestehen die Siege der Rebellion im Überleben, aber was wäre da anderes auch zu erwarten? - Ich sehe darin eher die Botschaft an Kinder sich für ihre Überzeugungen einzusetzen. Dass dieser Weg, seinen Überzeugungen zu folgen schwer ist und Opfer verlangt, man am Ende aber siegreich sein wird.
Nochmal, Star Wars beschreibt nicht das Leben in Freiheit! Es beschreibt den Kampf um die Freiheit. Es zeigt auch auf, wie schlimm die Macht des Imperiums ist und dass dieses alles machen kann, ohne sich an Gesetze zu halten, oder den Menschen den Frieden zu bringen, den sie am Anfang versprochen haben. Sie bringen nur die Unterdrückung! - Das ist ja das, was die Kinder oder Menschen sehen sollen und damit verstehen sollen, wogegen sich die Rebellen auflehnen oder wofür die "Guten" kämpfen. Das ist es auch, wozu wir in den neuen Filmen mehr Tiefe brauchen. Warum wir Personen wie Biggs Darklighter, Weddge Antielles, Fin usw. brauchen, die am Anfang auf der "verkehrten" Seite standen, weil sie glaubten, das Imperium bringe den Frieden oder Ordnung, dann aber sehen, dass die Macht nur missbraucht wird, um gewissen Leute an der Macht zu halten. -
Aber da schließt sich der Kreis auch für mich zur Realität.
Ich finde auch z.B. die Geschichte von Anakin so herausragend ausgedacht. Anakin will am Anfang Gutes tun, wird dann aber durch seine Erlebnisse immer mehr in Richtung der dunklen Seite gedrückt, begeht dann einen Fehler und kann nicht mehr zurück. - Später sagt ja sein Sohn, es gibt noch Gutes in dir … Da sieht man auch, dass es nicht nur Gut und Böse gibt, sondern viele Graustufen dazwischen.
Man sollte auch nicht sagen, dass das Imperium nur böse ist. In dem Comic Star Wars: Dark Times: Feuerträger, sieht man gerade das, was das Imperium auch sein könnte. Da handeln zwei imperiale Offiziere so, wie man es eigentlich vom Imperium erwarten sollte. Sie reden einmal nämlich bei Flüchtlingen davon, dass alle Bürger des Imperiums sind und zweitens verhaften sie regionale Sicherheitskräfte, weil sie diese Bürger des Imperiums getötet haben.
Wie fragil die Macht des Imperiums trotzt aller Waffen ist, sieht man einmal in der Niederlage gegen die Ewoks. Und auch in Rebels wird die große mächtige Flotte der Sternenzerstörer von Purgels (hoffentlich richtig geschrieben) vernichtet und in die Unendlichkeit gezogen. Da siegen dann zwei "Naturvölker" ohne besondere Waffen über das Imperium mit all seiner Macht. - Auch könnte ich aufzählen wie viele Bösewichte bzw. deren Vertreter in all den Serien und Filmen auf Seiten der Bösen fallen/sterben, während auf der anderen Seite immer wieder die gleichen Protagonisten kämpfen. Das ist auch etwas, was für mich eher darstellt, dass der einzelne Böse doch nicht so machtvoll ist bzw. dass man auf der bösen Seite schneller ins Gras beißt als andersherum.
Man sieht ja auch sehr sehr häufig und das ist nach meiner Meinung auch eine Kernaussage von Star Wars, dass es keine richtige Seite des Imperiums gibt. Es gibt nur den Mächtigen und den Untergebenen und jeder muss jederzeit mit Verrat rechnen oder wird für kleine Fehler mit dem Leben bezahlen müssen. Ein System des Unbehagens also, dass sich wohl keine Kind oder Erwachsener wünscht und in dem man ständig in Angst lebt.
Ich sehe bei der Darstellung von "Gut" und "Böse" in den Filmen und Serien auch keine besondere Übertreibung gegenüber Märchen. Bei der Hänsel und Gretel, die wir weiter oben schon einmal besprochen hatten, ist die Hexe auch übermächtig und erst kurz vor Schluss wird sie in den Ofen gestoßen. - Das ist bei den allermeisten Märchen so. -
In der langen und übermächtigen Darstellung des bösen "Imperiums" sehe ich eher das Mittel, den Kindern bzw. Zuschauern das Ausmaß der Unterdrückung darzustellen, gegen das man sich wehren muss und vor allem auch darzustellen, dass man für seine Freiheit kämpfen muss und man sie nicht (immer) geschenkt bekommt!
Etwas was heute ja auch immer schwerer zu vermitteln ist und einige ja die Abschaffung von Polizei und Bundeswehr fordern.
Ja, man kann als Mensch der eine Affinität für Uniformen und militärische Strukturen hat durchaus Fan des Imperiums sein. Aber auch der Rebellenallianz oder der Clontruppen. Darin sehe ich jetzt aber keine Gefährdung für die Entwicklung von Kindern.