Da das hier der derzeit aktuelleste Diskussionsfaden zu den Fuilmen und zum Star wars Universum im Allgemeinen darstellt,
stelle ich mal meine Gedanken hier rein :
Ich habe mir eben spaßeshalber einige Folgen von Rebels reingezogen, die ich noch nicht gesehen hatte. Ja, ja, ich weiß, ich bin spät dran.
Ich denke gerne in großen Mustern, von einer sehr weiten Perspektive aus.
Mir ist aufgefallen, wie *klein* all diese Siege für duie Rebellion sind. (Die Klonkriege lasse ich vorläufig außen vor, aber auch dort sind die Siege der "Guten" nur sehr klein.)
Wüßte ich jetzt nich den Ausgang von ROTJ, wie würde ich dann die Serie beurteilen ? Also, ich meine damit die gesamte Rebellion gegen das übermächtige Imperium ?
Ich würde die Serie so beurteilen : "Ansage an die Rebellion : Du hast keine CHance, also nutze sie !"
Kurz gesagt : Die Rebellion siegt nicht, JEDE Folge, egal, wie groß der Sieg der Rebellion über das Imperium ist - das gilt auch für Rogue One und für Solo, endet im Grunde damit, daß das Imperium seine Macht demonstriert.
Die Rebellion siegt nicht wirklich. Die Serie Rebels und alles andere ind im Grunde nur eine Schaubühne für die Macht des IMperiums. Das Imperium gewinnt immer, selbst dann, wenn es temporär verloren hat. Wie in der Folge "Mit den eigenen Waffen" gezeigt.
Aus der Machtperspektive betrachtet ist die Botschaft der Serie sehr klar : Es tut gut und es ist richtig, böse zu sein, denn das Böse hat *immer* mehr Macht !
Eine tolle Methode, Kinder und Jugendliche, die sich in ihrer Ausrichtung unsicher sind, anzuleiten : "Gehe da hin, wo die Macht ist ! Denn die Guten haben keine wirklichen Siege, haben kein auskommen und müssen jeden Tag für's Überleben kämpfen !"
Das ist so ein Bißchen wie : "Es gewinnt immer der, der die Macht hat. Die Gutmensch wird nur am unteren Rand der Gesellschaft herumkrebsen müssen, ohne Hoffnung, ohne Verstand, ohne Auskommen."
Das ist in meinen Augen ein furchtbares Narrativ, gerade Kinder und Jugendlichen die überwältigende Macht des Imperiums so sehr vor Augen zu führen.
Halten wir uns kurz vor Augen, daß - auch wenn sich Serien wie Rebels unglaublich weoit davon entfernt haben, so weit, daß man davon praktisch nichts mehr spürt - daß das Imperium im originalewn Star Wars - Film von George Lucas - der Experimentator - als faschistischer Staat konzipiert worden ist. Nazis in Space, sozusagen. Alles mythologisch-märchenhaft verbrämt.
Nun, wenn ich mir das so vor Augen halte - und die Frauenfeindlichkeit und der Rassismus in Star Wars 4-6 ist in Rebels erst als schleichender, gradueller Prozeß anhgelegt - jedenfalls wird das Narrativ in meinen Augen sogar noch düsterer. Ich will jetzt nicht noch weiter in die Tiefe gehen, aber jede Folge tut im Grunde nur eines : Die übermannende Macht des Imperiums darstellen. Nur - nimmt das kaum jemand so wahr. Von den Machern von Rebels ist das aber durchaus auch so in Interviews dargestellt worden.
Wir sehen nicht wirklich, wie das Gute letztendlich gewinnt. Verglichen mit der Gesamtlänge der Filme, in denen die hemmungslose Macht des Imperiums zur Schau gestellt wird, einschüchternd, drohend, bis zuletzt, sind die wenigen Sekunden der Zerstörungen der Todessterne und der Tod des Imperators (und die Befreiung Vaders) nur Sekundenbruchteile, leicht und schnell wieder vergessen.
Daß diese 3 Momente Zerstörung DSI, Zerstörung DSII, Tod Imperator - im Gedächtnis bleiben, ist letztendlich nur das Produkt einer sehr großen, emotionalen Bindung, etwa, was Tolkien eine "Eukatastrophe" nannte, also eine "Katastrophe des Guten. Dieser emotionale impakt ist enorm.
Das ist aber auch alles. Das meiste, was sixch im Gedächtnis halten wird, nämlich durch die schiere Länge des Films, ist die übermannende Macht des Imperiums. Des Bösen.
Wir sind als sowohl soziale als auch ethische Menschen darauf geeicht, das Gute in den Focus zu rücken. In Krieg der Sterne sind das so siziale Werte wie Freundschaft und Familie, und so ethische Werte wie der Kampf gegen dad inhärent Böse.
Wären wir nicht so gepolt, dann würden wir diesen Film ganz anders sehen. Narzißten und Psychopathen werden in diesem Film sicherlich nur diese übermannende Macht des Imperiums sehen, und sonst nichts. Die Rebellen sind nur lästige Mückenstiche, nichts weiter.
Auf einer MEta-Ebene ist das gesamte Kriegssetting von "Krieg der Sterne" daher sehr zwiespältig . Wir regen uns über die Ungerechtigkeit des Imperiums auf - bewundern aber insgeheim seine Macht, und möchten gerne auch Teil dieser über-wältigenden Macht sein. Der Mensch, das Rudelwesen. Alpa-Wolf, Beta-Wolf, etc. .... Was auch für Wölfinnen gilt.
Einer der gruseligsten Momente in meinem ganzen Leben stellt der Moment dar, in dem auf der Celebration in Essen Warwick Davis den Tweet "Imperator statt Merkel" vorlas - und der ganze Saal hemmungslos Beifall brüllte und klatschte ! Nun weiß ich, wie sich wahrscheinlich die Stimmung angefühlt haben mag, als Göbbels rief : "Wollt ihr den Toitalen Krieg ?" und alle mit einem "JA !" brüllten.
Denn der Krieg damals - das wurde von den Nazis so in Aussicht gestellt - versprach MACHT. Die Macht, über andere Länder zu herrschen. Die Macht, über andere zu herrschen. Die Macht, zur führenden Industrienation aufzusteigen. Die Macht, Europa unter deutsche Knute zu zwingen. Und Macht - wollen wir das nicht alle ?
Der totale Krieg der Sterne ist primär ein Fiolm über MACHT. Vielleicht war es das, was der Experimentalfilmer George Lucas letztendlich *ursprünglich* aussagen wollte.