CAD 3D-Druck - Ein Fambaa ergänzen
Verfasst: Mi 18. Apr 2012, 20:09
So, nachdem das Thema 3D-Druck / Figuren selber machen im anderen Thread aufgekommen ist, habe ich mich halt daran versucht (angekündigt hatte ich es ja schon). Dies ist das erste Experiment, also hält sich alles noch im Rahmen. Ich habe das Thema erst mal vorsichtig angegangen mit handlichen, relativ einfachen Teilen, um die Materialeigenschaften zu erkunden.
Projekt Eins: Fambaa ergänzen.
Zum Fambaa gibt es bekanntlich im Film zwei Varianten, eines mit dem Schildgenerator, eines mit dem Energiestrahler. Hasbro hat nur das erstere komplett herausgebracht, aber den Strahler gibt es auch, als Teil einer Jar Jar Binks Deluxe-Figur. Maßstäblich paßt es, aber aus unerfindlichen Gründen besitzt der Strahler keine Befestigungsmöglichkeit auf dem Fambaa - das Verbindungsteil war Big H wohl zu teuer. Also sitzt der Strahler nur sehr locker auf dem Fambaa-Sattel.
Teil 1 zum Drucken: Ein zylindrisches Verbindungsstück, das unten in den Sattel und oben in den Strahler paßt!
Außerdem ist der Strahler mit Handgriff und Kanone so gestaltet, daß Jar Jar dahinter stehen und das Teil "bedienen" kann. Im Film war die Halbkugel, in der das "Steuer" bei Hasbros Teil sitzt, eine ganze Kugel, in der ein Gungan-Pilot saß. Das läßt sich so nicht nachbilden; wie bei den alten Gunship-Geschützen ist auch hier der Maßstab so daneben, daß eine Figur niemals reinpaßt. Außerdem gibt es kein völlig durchsichtiges Druckmaterial.
Teil 2 zum Drucken: Eine Halbkugel, die den Strahler nach hinten vervollständigt, mit Ornament und einem kleinen Loch, durch das man den "Abzug" noch betätigen kann!
Dazu habe ich eine Low-Poly-Version dieser Halbkugel und einen ersten Versuch eines Alien-Kopfes in den Druck gegeben. Hier das Ergebnis, rechts die finalen Teile, links die experimentellen:

Das ist das Verbindungsstück (steht auf dem Kopf, der Sattel ist enger als der Strahler):


Etwa 2cm im Durchmesser. Ausgemessen mit Rohrschiebelehre, modelliert in Cinema4D. Man sieht noch die polygonale Unterteilung der Rundung, aber für den praktischen Gebrauch macht das nichts. Merkwürdigerweise ließ sich in der mittleren, breitesten Scheibe kein Loch einbauen - das verschwand beim Hochladen immer, obwohl alle Polygone korrekt ausgerichtet, verbunden und optimiert waren. Hrrrrrm.
Das ist die Halbkugel für den Strahler:


Etwa 4.5cm im Durchmesser. Modelliert in Cinema4D, dann in Sculptris mit einer ornamentalen Oberfläche versehen. Stellte sich als nicht ganz einfach heraus, da die automatische Unterteilung von Sculptris die scharfe Unterkante ruiniert hat. Ich mußte also noch mal in C4D nachkorrigieren. Und das Maskierungswerkzeug in Sculptris habe ich anscheinend nicht so ganz verstanden
Das ist die Low-Poly-Version der Halbkugel:


Deutlich zu sehen sind die Polygone der Kugeloberfläche. Die scharfen Kanten, auch die der extrudierten Polygone, verschwimmen etwas, aber längst nicht so sehr wie die Phong-Glättung im 3D-Programm glauben macht. Zu empfehlen ist, beim Modellieren die Phong-Glättung komplett abzuschalten, so daß alle Polygone klar sichtbar sind.
Die Makro-Bilder sind nachbearbeitet und heben die Oberflächenbeschaffenheit stark hervor; die Teile fassen sich in Wahrheit rauh an, sind aber nicht so bröselig, wie man denken mag
Ein glattes Plastik wie aus der Spritzgußmaschine kann man hier aber nicht erwarten.
Das benutzte Material ist das billigste angebotene; den Alien-Kopf werde ich mit ein paar Verbesserungen noch mal in einem höherwertigen Material machen lassen. Für die größeren Teile ist dieses Material durchaus ausreichend.
(Fortsetzung folgt...)
Projekt Eins: Fambaa ergänzen.
Zum Fambaa gibt es bekanntlich im Film zwei Varianten, eines mit dem Schildgenerator, eines mit dem Energiestrahler. Hasbro hat nur das erstere komplett herausgebracht, aber den Strahler gibt es auch, als Teil einer Jar Jar Binks Deluxe-Figur. Maßstäblich paßt es, aber aus unerfindlichen Gründen besitzt der Strahler keine Befestigungsmöglichkeit auf dem Fambaa - das Verbindungsteil war Big H wohl zu teuer. Also sitzt der Strahler nur sehr locker auf dem Fambaa-Sattel.
Teil 1 zum Drucken: Ein zylindrisches Verbindungsstück, das unten in den Sattel und oben in den Strahler paßt!
Außerdem ist der Strahler mit Handgriff und Kanone so gestaltet, daß Jar Jar dahinter stehen und das Teil "bedienen" kann. Im Film war die Halbkugel, in der das "Steuer" bei Hasbros Teil sitzt, eine ganze Kugel, in der ein Gungan-Pilot saß. Das läßt sich so nicht nachbilden; wie bei den alten Gunship-Geschützen ist auch hier der Maßstab so daneben, daß eine Figur niemals reinpaßt. Außerdem gibt es kein völlig durchsichtiges Druckmaterial.
Teil 2 zum Drucken: Eine Halbkugel, die den Strahler nach hinten vervollständigt, mit Ornament und einem kleinen Loch, durch das man den "Abzug" noch betätigen kann!
Dazu habe ich eine Low-Poly-Version dieser Halbkugel und einen ersten Versuch eines Alien-Kopfes in den Druck gegeben. Hier das Ergebnis, rechts die finalen Teile, links die experimentellen:

Das ist das Verbindungsstück (steht auf dem Kopf, der Sattel ist enger als der Strahler):


Etwa 2cm im Durchmesser. Ausgemessen mit Rohrschiebelehre, modelliert in Cinema4D. Man sieht noch die polygonale Unterteilung der Rundung, aber für den praktischen Gebrauch macht das nichts. Merkwürdigerweise ließ sich in der mittleren, breitesten Scheibe kein Loch einbauen - das verschwand beim Hochladen immer, obwohl alle Polygone korrekt ausgerichtet, verbunden und optimiert waren. Hrrrrrm.
Das ist die Halbkugel für den Strahler:


Etwa 4.5cm im Durchmesser. Modelliert in Cinema4D, dann in Sculptris mit einer ornamentalen Oberfläche versehen. Stellte sich als nicht ganz einfach heraus, da die automatische Unterteilung von Sculptris die scharfe Unterkante ruiniert hat. Ich mußte also noch mal in C4D nachkorrigieren. Und das Maskierungswerkzeug in Sculptris habe ich anscheinend nicht so ganz verstanden
Das ist die Low-Poly-Version der Halbkugel:


Deutlich zu sehen sind die Polygone der Kugeloberfläche. Die scharfen Kanten, auch die der extrudierten Polygone, verschwimmen etwas, aber längst nicht so sehr wie die Phong-Glättung im 3D-Programm glauben macht. Zu empfehlen ist, beim Modellieren die Phong-Glättung komplett abzuschalten, so daß alle Polygone klar sichtbar sind.
Die Makro-Bilder sind nachbearbeitet und heben die Oberflächenbeschaffenheit stark hervor; die Teile fassen sich in Wahrheit rauh an, sind aber nicht so bröselig, wie man denken mag
Das benutzte Material ist das billigste angebotene; den Alien-Kopf werde ich mit ein paar Verbesserungen noch mal in einem höherwertigen Material machen lassen. Für die größeren Teile ist dieses Material durchaus ausreichend.
(Fortsetzung folgt...)












